In diesem immer noch  funkelnden, hellen 21. Jahrhundert haben viele von uns den Tod  vergessen. &nbsp;Er ist ein be&auml;ngstigender Fremder.&nbsp; Einer, an den wir uns  nicht trauen zu denken, aus Angst, dass er uns hinterher schleicht und  uns von dem einzigen Leben, das wir kennen, hinweg nimmt.&nbsp; In der  Vergangenheit allerdings war er ein stets anwesender Freund gewesen.&nbsp;  Die Menschen wurden zu Hause geboren und starben zu Hause, umgeben von  ihrer Familie und von ihren Freunden, der Tod war als ein  unab&auml;nderlicher Teil des Lebens akzeptiert. &nbsp;Jetzt ist der Tod ein  Fremder geworden, der auf kalte Krankenhaus- Leichenhallen und ruhige,  gepflegte Sterbe-Heime beschr&auml;nkt ist.&nbsp; Die Rechte des Sterbenden und  des Toten sind nicht l&auml;nger ein vorrangiges Anliegen. 

Der Tod kommt f&uuml;r jeden Einzelnen von uns.&nbsp; Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden sei auf ihm, sagte: "Erinnere dich h&auml;ufig an den Zerst&ouml;rer der Freuden (d.h. den Tod)".[1] &nbsp;Die  Religion des Islam hat den Tod nicht vergessen, und sie hat auch nicht  die Rechte der Sterbenden vergessen.&nbsp; Der Islam liefert uns eine ganze  Reihe von Anweisungen f&uuml;r den, der stirbt, diejenigen, die zur Zeit des  Todes anwesend sind und f&uuml;r diejenigen, die daf&uuml;r verantwortlich sind,  den Verstorbenen zu bestatten.&nbsp;
"Jede Seele wird den Tod kosten." (Quran 3:185)

Wie sich derjenige, der dem Tod gegen&uuml;ber steht, verhalten soll
Der  Tod ist unausweichlich, deshalb gibt es bestimmte Dinge, die ein  Gl&auml;ubiger tun kann, um sich auf seinen Aufbruch zum ewigen Leben  vorzubereiten.&nbsp;

Das  erste ist, geduldig zu bleiben angesichts eines Ereignisses, &uuml;ber das  wir keine Kontrolle haben, und diejenigen, die unter einer Krankheit  oder einer Verletzung leiden, sollten sich davor zur&uuml;ck halten, Gott f&uuml;r  sein oder ihr Ungl&uuml;ck zu beschuldigen oder zu verfluchen.&nbsp; Es gibt  viele authentische Aussagen und &Uuml;berlieferungen des Propheten Muhammad,  die erkl&auml;ren, wie und warum Krankheiten und Verletzungen S&uuml;nden und  schlechte Taten s&uuml;hnen.&nbsp; Auf dieser Website findest du einige Artikel,  die detailliert &uuml;ber die Vorteile der Geduld und das Akzeptieren des  g&ouml;ttlichen Willens sprechen.[2]&nbsp; Der Prophet Muhammad sagte:

"Wie  wunderbar ist die Angelegenheit des Gl&auml;ubigen, denn seine  Angelegenheiten sind alle gut.&nbsp; Wenn ihm etwas Gutes geschieht, ist er  dankbar daf&uuml;r und das ist gut f&uuml;r ihn.&nbsp; Wenn ihm etwas Schlechtes  geschieht, ertr&auml;gt er es mit Geduld, und das ist ebenfalls gut f&uuml;r ihn."
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Wenn  man mit irgendeinem Grad an Schmerzen und Leiden konfrontiert wird, ist  es allgemein nicht gestattet, sich zu beklagen und &uuml;ber Gottes  Bestimmung zu jammern.&nbsp;&nbsp; Allerdings teilt uns der Islam mit, dass es  gestattet ist, direkt zu Gott zu rufen und Ihm alle unsere &Auml;ngste,  Schmerzen und Leiden verzulegen.&nbsp; Der Prophet Jakob rief zu Gott, als er  den Verlust seiner beiden geliebten S&ouml;hne Josef und Benjamin f&uuml;rchtete.

"Ich beklage nur meinen Kummer und meinen Gram vor Gott." (Quran 12:86)
Zu  wissen, dass allein Gott es ist, der Kontrolle &uuml;ber unsere Leben hat,  bedeutet, dass ein Gl&auml;ubiger in der Lage ist, zwischen den Zust&auml;nden der  Furcht und der Hoffnung zu schweben.&nbsp; Furcht wegen der Art und der Zahl  der S&uuml;nden, die er erworben hat, aber voller Hoffnung, dass Gott sie  ihm alle vergeben und ihm einen Schutz vor jeglichem Grauen bieten  wird.&nbsp; Ein Gl&auml;ubiger, der dem Tod gegen&uuml;ber steht, muss sein Vertrauen  in Gott setzen, in dem Wissen, dass die Entscheidung Gottes zweifellos  der beste, gerechteste Entschluss ist.&nbsp; 
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Bevor  der Tod ihn &uuml;berkommt, muss ein Gl&auml;ubiger auch sicher stellen, dass  seine Angelegenheiten in Ordnung gehen.&nbsp; Er muss seinen letzten Willen  niederschreiben und versuchen, alle Schulden zu begleichen.&nbsp; Der Prophet  Muhammad hat diese beiden Dinge kommentiert.&nbsp; Es ist die Pflicht  eines Muslim, der etwas zu vererben hat, keine zwei N&auml;chte verstreichen  zu lassen, ohne einen letzten Willen dar&uuml;ber zu schreiben. [3]&nbsp; Die Seele eines Gl&auml;ubigen bleibt in der Schwebe, bis alle seine Schulden bezahlt sind.[4]

Wie derjenige, der mit einer sterbenden Person umgeht, sich verhalten sollte
Die  kranke Person sollte sanft daran erinnert werden, dass sogar die  Krankheit eine positive Seite besitzt.&nbsp; Sie ist eine S&uuml;hne f&uuml;r  Nachl&auml;ssigkeit oder Irrtum in der Vergangenheit und sie ist eine Quelle  von gro&szlig;em Lohn f&uuml;r denjenigen, der Gott vertraut und die Qual mit  Geduld ertr&auml;gt.&nbsp; Wenn man eine kranke oder sterbende Person besucht,  sollte man beten und Bittgebete sprechen.&nbsp; Gem&auml;&szlig; der geliebten Frau des  Propheten, Aischa, m&ouml;ge Gott mit ihr zufrieden sein, hat er immer wenn  er eine kranke Person besucht hat, mit folgenden Worten gebetet:

Herr  der Menschheit, entferne das Leiden von diesem Patienten, denn Du  Allein bist der Heilende, niemand kann geheilt werden, au&szlig;er er wird  durch Dich geheilt: heile ihn so vollst&auml;ndig, dass das Leiden  vollst&auml;ndig entfernt wird.[5]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
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Wenn  ein Gl&auml;ubiger einen nicht-muslimischen Patienten besucht, sollte er  Gott um Hilfe bitten und den Patienten einladen, den Islam anzunehmen.&nbsp;

Eines  der wichtigsten Dinge, an das wir uns bei einem kranken oder verletzten  Gl&auml;ubigen erinnern sollten, ist dass die Engel sich um ihn herum  versammeln.&nbsp; Die Worte, die am Bett gesprochen werden, sollten sanfte,  freundlichen Worte, voller Bittgebete sein, denn die versammelten Engel  antworten mit &acute;Amin&acute;(dies bedeutet, O Gott erh&ouml;re ihn) auf alles,  dasgesprochen wird.&nbsp; Der Patient sollte auch gefragt werden, was er sich  w&uuml;nscht, und ein Gl&auml;ubiger muss sein Bestes tun, um es zu bringen.&nbsp;  Vielleicht ist es etwas zu essen oder zu trinken oder ein bestimmtes  Familienmitglied oder ein Freund.&nbsp;

Wenn der Tod unvermeidlich wird
Eine  sterbende Person sieht, was wir nicht sehen.&nbsp; Sie kann das Bewusstsein  verlieren und wieder zu sich kommen.&nbsp; Sie kann sehr schwach werden,  h&ouml;ren, aber unf&auml;hig sein zu antworten.&nbsp; Dies ist als der &acute;Todeskampf&acute;  bekannt, und er ist voller Qualen, die wir uns nicht vorstellen k&ouml;nnen.&nbsp;  Als Aischa &uuml;ber den Tod des Propheten &nbsp;Muhammad berichtete, sagte sie: "Zur  Zeit seines Todes tauchte er (der Prophet Muhammad) seine Hand in den  Wasserbeh&auml;lter und wischte &uuml;ber sein Gesicht und sagte: &acute;Es gibt keinen  wahren Gott au&szlig;er Gott!&nbsp; Wahrlich der Tod ist voller Qualen!&acute;"&nbsp; 

Es  gibt einige Dinge, die getan werden k&ouml;nnen, um es dem Geist des  Sterbenden zu erleichtern, und um ihm zu helfen, die Qualen zu  ertragen.&nbsp; Wenn es nicht zu viele Umst&auml;nde macht, sollte er mit dem  Gesicht zur Qibla liegen, entweder auf seiner rechten Seite oder  auf seinem R&uuml;cken.&nbsp; Er kann angeregt werden, ganz sanft, ohne  aufdringlich zu werden, die Worte &acute;es gibt keinen wahren Gott au&szlig;er  Gott&acute; zu sagen.&nbsp; Dies sollten nach M&ouml;glichkeit seine letzten Worte sein  bevor er stirbt.&nbsp; Ein Sterbender sollte nie allein gelassen werden, und  seine Lippen anzufeuchten oder ein paar Tropfen Wasser in seinen Mund zu  ttun, k&ouml;nnte sein Leiden etwas erleichtern.&nbsp;
Im 2. Teil werden wir diskutieren, was nach dem Tod und bei der Bestattung zu tun ist.
 

 Fu&szlig;noten: 

[1] An-Nasaa&rsquo;i, At-Tirmithi, Ibn Majah und Ahmad. Authentifiziert von Sheikh Al Albani.&nbsp;


[2] http://www.islamreligion.com/articles/2231/


[3] Sahieh Bukhari


[4] At-Tirmidhi


[5] Sahieh Bukhari, Sahieh Muslim

