
Der Mann starb und Salman blieb in Amuria.&nbsp; Eines Tages kamen einige H&auml;ndler vom Stamm von Kalb[1] &nbsp;an mir vorbei: &rdquo;Salman sagte: &ldquo;Ich sagte ihnen: &lsquo;Nehmt mich mit nach  Arabien, und ich werde euch meine K&uuml;he und mein einzigs Schaf geben, das  ich habe.&rsquo;&rdquo; &nbsp;Sie sagten: &ldquo;Ja.&rdquo; &nbsp;Salman gab ihnen, was er angeboten  hatte, und sie nahmen ihn mit.&nbsp; Als sie Waadi al-Quraa [in der N&auml;he von  Medina] erreichten, verkauften sie ihn an einen j&uuml;dischen Mann als  Sklaven.&nbsp; Salman blieb bei dem Juden, und er sah die Palmen [die sein  fr&uuml;herer Gef&auml;hrte beschrieben hatte].

&ldquo;Ich hoffte, dass dies derselbe Ort sein w&uuml;rde, den mein Gef&auml;hrte beschrieben hatte.&rdquo;
Eines  Tages kam ein Mann, der ein Cousin ersten Grades von Salmans Herrn war  vom j&uuml;dischen Stamm der Bani Quraidha in Medina zu Besuch.&nbsp; Er kaufte  ihn von seinem j&uuml;dischen Herrn.&nbsp;

&ldquo;Er  nahm mich mit nach Medina.&nbsp; Bei Gott!&nbsp; Als ich es sah, wusste ich, dass  es der Ort war, den mein Gef&auml;hrte beschrieben hatte. 

Dann schickte Gott[2] Seinen Gesandten [d.h., Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm].&nbsp; Er blieb in Mekka solange wie er blieb.[3] &nbsp;Ich hatte nichts von ihm geh&ouml;rt, denn ich war besch&auml;ftigt mit der Arbeit der Sklaverei, und dann wanderte er nach Medina aus.&nbsp;
[Eines  Tages] war ich in der Krone einer Palme, um einige Arbeit bei den  Dattelb&uuml;ndeln f&uuml;r meinen Herrn zu erledigen.&nbsp; Ein Cousin ersten Grades  von ihm war gekommen und stand vor ihm [sein Herr sa&szlig;] und sagte: &ldquo;Wehe  Bani Qeelah [Menschen vom Stamm Qeelah], sie sind alle in Qibaa[4] um einen Mann versammelt, der heute aus Mekka gekommen ist, und behauptet, ein Prophet zu sein!&rdquo;

Ich  zitterte so stark, als ich ihn h&ouml;rte, dass ich f&uuml;rchtete, auf meinen  Herrn zu fallen. &nbsp;Ich stieg herab und sagte: &lsquo;Was sagst du da?&nbsp; Was sagst du da!?&rsquo;

Mein Herr wurde &auml;rgerlich, schlug mich hart und sagte: &bdquo;Was hast du hiermit zu tun?&nbsp; Geh und k&uuml;mmere dich um deine Arbeit.&rdquo;
Ich sagte: &ldquo;Nichts!&nbsp; Ich wollte mir nur dessen sicher sein, was er sagt.&rdquo;

An  jenem Abend ging ich, um den Gesandten Gottes zu sehen, w&auml;hrend er in  Qibaa war.&nbsp; Ich nahm etwas mit mir, das ich aufbewahrt hatte.&nbsp; Ich ging  hinein und sagte: &ldquo;Mit wurde gesagt, dass du ein rechtschaffener Mann  bist und dass deine Kompanie, die hier fremd ist, in Not ist.&nbsp; Ich  m&ouml;chte dir etwas anbieten, das ich als Almosen gespart habe.&nbsp; Ich finde,  ihr ben&ouml;tigt es mehr als jeder andere.&rdquo;

Ich  bot es ihm an, er sagte zu seinen Gef&auml;hrten: &ldquo;Esst,&rdquo; aber er selbst  hielt seine Hand zur&uuml;ck [d.h., er a&szlig; nicht].&nbsp; Ich sagte zu mir selbst:  &ldquo;Dies ist eines [d.h., eines der Zeichen des Prophetentums].&rdquo;

Auf  dieses Treffen mit dem Propheten, Gottes Segen und Frieden seien auf  ihm, ging Salman, um eine andere Pr&uuml;fung vorzubereiten!&nbsp; Dieses Mal  brachte er dem Propheten in Medina ein Geschenk.&nbsp;

&ldquo;Ich  sah, dass du nicht von dem Almosen gegessen hast, also hier ist ein  Geschenk, mit dem ich dich ehren m&ouml;chte.&rdquo;&nbsp; Der Prophet a&szlig; davon und  befahl seinen Gef&auml;hrten, dasselbe zu tun, was sie auch taten.&nbsp; Ich sagte  mir selbst: &nbsp;&ldquo;Jetzt sind es zwei [d.h., zwei Zeichen des  Prophetentums].&rdquo;

Beim  dritten Zusammentreffen kam Salman zum Baqi-ul-Gharqad [einem Friedhof  in Medina], wo der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm. &nbsp;dem  Begr&auml;bnis eines seiner Gef&auml;hrten beiwohnte.&nbsp; Salman sagte:&nbsp;

&ldquo;Ich  gr&uuml;&szlig;te ihn [mit dem Gru&szlig; des Islam: &lsquo;Friede sei mit dir&rsquo;], und dann  bewegte ich mich hinter seinen R&uuml;cken und versuchte das Siegel [des  Prophetentums] zu sehen, das mein Gef&auml;hrte beschrieben hatte.&nbsp; Als er  das sah, [was ich tat], wusste er, dass ich versuchte, etwas zu  best&auml;tigen, das mir beschrieben worden war. &nbsp;Er nahm das Kleidungsst&uuml;ck  von seinem R&uuml;cken und ich sah das Siegel.&nbsp; Ich erkannte es.&nbsp; Ich fiel  nieder, k&uuml;sste es und weinte. &nbsp;Der Gesandte Gottes, Gottes Segen und  Frieden seien auf ihm, sagte mir, ich solle mich drehen [d.h., um mit  ihm zu sprechen].&nbsp; Ich erz&auml;hlte ihm meine Geschichte, wie ich sie dir  erz&auml;hle, Ibn &acute;Abbaas [zur Erinnerung, Salman erz&auml;hlt seine Geschichte  Ibn &acute;Abbaas].&nbsp; Er [der Prophet] mochte sie so sehr, dass er wollte, dass  ich sie seinen Gef&auml;hrten erz&auml;hle. &nbsp;

Er  war immer noch ein Sklave, der seinem Herrn geh&ouml;rte. &nbsp;Der Prophet sagte  zu ihm: &ldquo;Schlie&szlig;e einen Vertrag [mit deinem Herrn] f&uuml;r deine Freiheit, O  Salman.&rdquo; &nbsp;Salman gehorchte und schloss einen Vertrag [mit seinem Herrn]  f&uuml;r seine Freiheit ab. &nbsp;Er traf mit seinem Herrn eine &Uuml;bereinkunft,  dass er ihm vierzig Unzen Gold zahlen wird, und er w&uuml;rde erfolgreich  dreihundert neue Dattelpalmen pflanzen und gro&szlig;ziehen.&nbsp; Der Prophet  sagte zu seinen Gef&auml;hrten: &ldquo;Helft eurem Bruder.&rdquo;

Sie  halfen ihm mit den B&auml;umen und sammelten den Betrag f&uuml;r ihn. &nbsp;Der  Prophet wies Salman an, die richtigen L&ouml;cher zu graben, um die Setzlinge  zu pflanzen, und er pflanzte jeden einzelnen mit seinen eigenen  H&auml;nden.&nbsp; Salman sagte: &ldquo;Bei Dem, in Dessen H&auml;nden meine Seele ist [d.h.,  Gott], kein einziger Baum starb.&rdquo;

Salman  gab die B&auml;ume seinem Herrn.&nbsp; Der Prophet gab Salman ein Goldst&uuml;ck, das  die Gr&ouml;&szlig;e eines H&uuml;hnereis besa&szlig; und sagte: &ldquo;Nimm dies, O Salman, und  bezahle [d.h., deinen Herrn] was du schuldig bist.&rdquo;

Salman sagte: &ldquo;Wie viel ist dies in bezug auf das, was ich schulde!&rdquo;
Der Prophet sagte: &ldquo;Nimm es! &nbsp;Gott wird es dem gleich [machen], was du schuldest.&rdquo;[5]

Ich  nahm es und wog einen Teil davon und es waren vierzig Unzen.&nbsp; Salman  gab seinem Herrn das Gold.&nbsp; Er erf&uuml;llte die &Uuml;bereinkunft und wurde frei.

Von da an wurde Salman zu einem der engsten Gef&auml;hrten des Propheten.&nbsp;

Die Suche nach der Wahrheit
Einer der gr&ouml;&szlig;ten Gef&auml;hrten des Propheten mit dem Namen Abu Hurairah berichtete:

&ldquo;Wir  sa&szlig;en in der Gesellschaft des Gesandten Gotts, als die Sura al Jumuah  (Sura 62) offenbart wurde.&nbsp; Er rezitierte diese Worte:

&ldquo;und [Gott hat Muhammad auch gesandt zu] anderen von ihnen, die sie noch nicht eingeholt haben (aber die noch kommen werden)&hellip;&rdquo; (Quran 62:3)

Eine Person von ihnen fragte: &lsquo;O Gesandter Gottes! &nbsp;Wer sind diejenigen, die uns noch nicht eingeholt haben?&rsquo;

Der  Gesandte Gottes antwortete nicht.&nbsp; Salman der Perser war unter uns.  &nbsp;Der Gesandte Gottes legte seine Hand auf Salman und sagte: &lsquo;Bei dem  Einen, in Dessen H&auml;nden meine Seele ist, selbst wenn der Glaube in der  N&auml;he der Plejaden (den sieben Sternen) w&auml;re, w&uuml;rden M&auml;nner von diesen  [d.h. Salmans Volk] ihn sicherlich erreichen.&rdquo; (At-Tirmidhi)

Viele  in dieser Welt sind wie Salman, suchen nach der Wahrheit &uuml;ber den Einen  und Einzigen Wahren Gott.&nbsp; Diese Geschichte von Salman gleicht den  Geschichten von Menschen in unserer eigenen Zeit. &nbsp;Die Suche mancher  Menschen f&uuml;hrte sie von einer Kirche zur anderen, von der Kirche zum  Buddhismus oder zum Passivit&auml;t, vom Judentum zu &acute;Neutralit&auml;t&acute;, von  Religion zu Meditation zu mentalem Missbrauch. &nbsp;Es gibt solche, die von  einer Vorstellung zur n&auml;chsten gewechselt haben, aber nicht einmal daran  gedacht haben, etwas &uuml;ber den Islam erfahren zu wollen!&nbsp; Als sie ein  paar Muslime getroffen haben, hat sich ihr Verstand ge&ouml;ffnet. &nbsp;Die  Geschichte von Salman ist die von einer langen Suche. &nbsp;Du k&ouml;nntest deine  Suche nach der Wahrheit verk&uuml;rzen, indem du aus seiner einen Nutzen  ziehst.&nbsp;
 

 Footnotes: 

[1] Ein arabischer Stamm.&nbsp;


[2] Salman ist nach Medina gekommen, bevor Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, zum Propheten berufen wurde.&nbsp; 


[3] Dreizehn Jahre sp&auml;ter bekam er die Offenbarung von Gott. &nbsp;


[4] Die Au&szlig;enbezirke von Medina.


[5] Ein Wunder von Gott.&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;

