In den  voran gegangenen Artikeln &uuml;ber Respekt haben wir dar&uuml;ber diskutiert,  wie der Respekt f&uuml;r einander, f&uuml;r unsere Umwelt und uns selbst in der  Religion des Islam innewohnt.&nbsp; Das Konzept sich selbst und alles um uns  herum respektvoll zu behandeln, ist ohne vollst&auml;ndige Ergebenheit zu  Gott nicht m&ouml;glich, und ohne das Verst&auml;ndnis, wie und warum wir uns  Seinem Willen ergeben.&nbsp; Gott erinnert uns im Qur&acute;an daran, dass unser  einziger Sinn des Lebens darin besteht, Ihm zu dienen.&nbsp; 

&ldquo;Und Ich (Gott) habe die Ginn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).&rdquo; (Quran 51:56)

Gott  anzubeten bedeutet nicht, den ganzen Tag an einem Platz zu verharren  und zu beten; es bedeutet nicht, dass wir das Leben vernachl&auml;ssigen, um  ein Leben in Abgeschiedenheit zu f&uuml;hren; was es bedeutet, ist, dass wir  unsere Verpflichtungen Gott gegen&uuml;ber erf&uuml;llen und versuchen, Ihn immer  in unseren Gedanken und auf unseren Zungen zu behalten.&nbsp; Die weltlichen  Aufgaben des Lebens werden zu gottesdienstlichen Handlungen, wenn sie  ausgef&uuml;hrt werden, um dem Sch&ouml;pfer zu gefallen.&nbsp; Wenn wir unsere  Pflichten erf&uuml;llen, wie beten, fasten und Almosen geben, dann wird dies  zu Gottesdienst, sofern es mit Dankbarkeit und Demut ausgef&uuml;hrt wird.  &nbsp;Gott braucht uns nicht, denn Er ist Sich Selbst Gen&uuml;gend und  Allm&auml;chtig.&nbsp; Wir sind diejenigen, die Ihn brauchen.&nbsp; Er ist der Grund  unserer Existenz und Er ist die Grundlage, auf der wir unsere Leben  aufbauen sollten.&nbsp;

Leben ohne Sinn zu leben, f&uuml;hrt zu nichts als Verlust.&nbsp;
&ldquo;Beim Nachmittag!&nbsp; Die Menschen sind wahrhaftig im Verlust au&szlig;er  denjenigen, die glauben und gute Werke tun und sich gegenseitig die  Wahrheit ans Herz legen und sich gegenseitig zur Geduld anhalten.&rdquo; (Quran 103:1-3)

Aber unsere Leben mit Sinn zu f&uuml;llen erm&ouml;glicht uns Zufriedenheit und Respekt f&uuml;r einander und f&uuml;r uns selbst zu  zeigen.&nbsp; Respekt bedeutet, Gott zu gehorchen.&nbsp; Gott gehorchen bedeutet,  dass wir in der beneidenswerten Lage sind, den Respekt der anderen Wert  zu sein.&nbsp; Das Vers&auml;umnis, sich Gott zu ergeben, f&uuml;hrt zu einem Leben  ohne Respekt.&nbsp; Einander mit Verachtung, L&auml;stern und Verleumdung  behandeln, zeigt mangelnden Respekt in unseren Leben. &nbsp;Den gro&szlig;en S&uuml;nden  wie L&uuml;gen, anderen Nachspionieren und Schimpfworte zu benutzen,  nachzugehen, bedeutet ebenfalls, dass wir es nicht wert sind, dass uns von anderen Respekt erwiesen wird.&nbsp; 

L&uuml;gen
L&uuml;gen  ist einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r Korruption in der Gesellschaft.&nbsp; L&uuml;gen  jeglicher Art schafft Feindlichkeit und s&auml;t Respektlosigkeit unter den  Menschen. &nbsp;Aber die widerlichste Form des L&uuml;gens ist Gott oder Seinen  Propheten und Gesandten f&auml;lschlicherweise Dinge anzudichten.&nbsp; Der Islam  verbietet das L&uuml;gen und gebietet den Gl&auml;ubigen, die Wahrheit zu  sprechen.&nbsp; Die Worte des Qur&acute;an bezeugen dies.&nbsp; Gott sagt:

&ldquo;O ihr, die ihr glaubt, f&uuml;rchtet Gott und seid mit den Wahrhaftigen (in Worten und Taten).&rdquo; (Quran 9:119)
Und:
&ldquo;&hellip; Wer ist also ungerechter als der, welcher eine L&uuml;ge gegen Gott ersinnt, um die Leute ohne Wissen irrezuf&uuml;hren?&rdquo; (Quran 6:144)
In  seinen Erz&auml;hlungen und Aussagen hat der Prophet Muhammad seine Anh&auml;nger  h&auml;ufig ermahnt, ehrlich zu sein und sich von den Untugenden, die dem  L&uuml;gen innewohnen, fernzubleiben. &nbsp;Er sagte:
&ldquo;H&uuml;tet euch davor, L&uuml;gen zu erz&auml;hlen, den L&uuml;gen f&uuml;hrt zu Unsittlichkeit und Unsittlichkeit f&uuml;hrt zum H&ouml;llenfeuer.&rdquo;[1]

Sogar  einer der schlimmsten Feinde des Propheten Muhammad bezeugte, dass  dieser ehrlich war und Ehrlichkeit anordnete.&nbsp; Abu Sufyan[2],  erkl&auml;rte, obwohl er den Propheten verachtete, dass er seinen Anh&auml;ngern  befahl, zu beten, ehrlich zu sein und die Familienbande aufrecht zu  erhalten.[3]

Spionieren
Der Prophet Muhammad warnte seine Anh&auml;nger vor dem &Uuml;bel des Spionierens, als er sagte:

&lsquo;H&uuml;tet  euch vor Verd&auml;chtigung, denn Verd&auml;chtigung ist die falscheste Rede.  &nbsp;Belauscht einander nicht, spioniert einander nicht, beneidet einander  nicht, lasst euch nicht gegenseitig im Stich, hasst euch nicht  gegenseitig.&nbsp; O Diener Gottes, seid Br&uuml;der.&acute;[4]

&nbsp;&nbsp;Gott Selbst hat uns daran erinnert, Verd&auml;chtigungen zu meiden.&nbsp; Er sagte:&nbsp;
&ldquo;O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet h&auml;ufigen Argwohn; denn mancher Argwohn ist S&uuml;nde. Und spioniert nicht&hellip;&rdquo; (Quran 49:12)
Im  Islam ist es nicht gestattet, die Geheimnisse anderer zu enth&uuml;llen.  &nbsp;Spionieren und alles, was damit zusammen h&auml;ngt, wie lauschen und zu  viele private Fragen zu stellen, sind verboten, denn es ist eine  Respektlosigkeit dem Privatleben der anderen gegen&uuml;ber, indem man Gott  ungehorsam ist. 

Der gro&szlig;artige und angesehene Khalif Umar ibn Abdul-Aziez sagte zu jemandem, der &uuml;ble Nachrede zu ihm gebracht hatte:.

&ldquo;Wenn  du m&ouml;chtest, k&ouml;nnen wir die Angelegenheit betrachten. &nbsp;Wenn du l&uuml;gst,  wirst du einer der Menschen sein, die Gott in folgendem Vers erw&auml;hnt:. &bdquo;O  ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so  vergewissert euch (dessen), damit ihr nicht anderen Leuten in  Unwissenheit ein Unrecht zuf&uuml;gt und hernach bereuen m&uuml;sst, was ihr getan  habt.&ldquo; &nbsp;(Quran 49:6) &nbsp;Wenn du die Wahrheit sprichst, wirst du einer der Menschen sein, die in dem anderen Vers erw&auml;hnt werden:. &bdquo; Ein Verleumder, einem, der umhergeht, um &uuml;ble Nachrede zu verbreiten .&ldquo; (Quran 68:11) &nbsp;Oder  wenn du willst, werden wir dir vergeben.&ldquo; &nbsp;Er sagte: &bdquo;Vergib mir, o  F&uuml;hrer der Gl&auml;ubigen, ich werde es nie wieder tun.&nbsp; L&uuml;gen, Tratschen,  Verleumden und Spionieren sind gro&szlig;e S&uuml;nden, so ist es auch mit  schlechten Worten.

Schimpfworte
Schimpfworte  zeigen Respektlosigkeit denen gegen&uuml;ber, &uuml;ber die gesprochen wird und  einen Mangel an Selbst-Respekt.&nbsp; Schm&auml;hen, Beleidigen, Fluchen und  Grobheit &ndash; dies alles sind Beschimpfungen und sie werden normalerweise  ausgesprochen, wenn man ver&auml;rgert ist.&nbsp; &Auml;rger ist eine Emotion, die die  T&uuml;r zu &Uuml;bel und Respektlosigkeit jeglicher Art &ouml;ffnen kann.&nbsp; Er kann  gelegentlich dazu f&uuml;hren, dass die Zuneigung zerst&ouml;rt wird und er kann  sogar die Familienbeziehungen zerbrechen.&nbsp; &Auml;rger kann auch noch weiter  gehen, als nur beleidigende Worte zu benutzen und dazu f&uuml;hren, dass eine  Person eine andere k&ouml;rperlich verletzt.

Der  Prophet Muhammad war kein Mann, der beleidigende Worte oder obsz&ouml;ne  Sprache benutzte, und er hat die Menschen nicht verflucht.&nbsp; Wenn er  jemanden tadeln wollte, sagte er: &ldquo;Was ist mit ihm? &nbsp;- Wehe ihm!&rdquo;[5] &nbsp;Der wahre Gl&auml;ubige, der, der Gott ergeben ist, muss lernen, seine  Zunge zu kontrollieren und nicht zu sprechen, au&szlig;er wenn er etwas Gutes  sagt. &nbsp;In seinen Ausspr&uuml;chen erinnert uns der Prophet Muhammad daran,  dass derjenige, der an den Letzten Tag (den Tag des Gerichts) glaubt,  gutes sprechen oder schweigen soll.[6]&nbsp; &nbsp;Er  sagte, das Austauschen von Beleidigungen mit einem Gl&auml;ubigen ist &uuml;bel,  gegen ihn zu k&auml;mpfen ist kleiner Unglaube und einen Gl&auml;ubigen zu  verfluchen ist wie ihn zu t&ouml;ten.[7]

In  der Tat sind das harte Worte, sie lassen keinen Raum f&uuml;r  Fehlinterpretationen. &nbsp;Schimpfworte f&uuml;hren zu Schlimmen Taten und  ultimativ zur Strafe.&nbsp; Gott erinnert uns, dass die beste Rede, das  Gedenken Gottes ist, denn dies bringt Ruhe und Frieden.&nbsp;
&ldquo;&hellip;Wahrlich, im Gedenken Gottes werden die Herzen ruhig.&rdquo;&nbsp; (Qur&acute;an 13:28)
Eine  Person, die sich damit besch&auml;ftigt, gute Taten zu verrichten und Gottes  Zufriedenheit zu erlangen, kennt die Bedeutung von Respekt. &nbsp;
 

 Footnotes: 

[1] Sahieh Muslim.


[2] In den fr&uuml;hen Jahren des Islam war Abu Sufyan ein eingeschworener Feind  des Propheten Muhammad gewesen.&nbsp; Aber nach der Eroberung Mekkas hat er  den Islam angenommen.&nbsp;


[3] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim.


[4] Sahieh Muslim.


[5] Sahieh Al-Bukhari.


[6] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim.


[7] Sahieh Al-Bukhari.

